Künstlerresidenz 2026

Von 03.03.2026 bis 30.08.2026

Künstlerresidenz 2026

Jedes Jahr gibt das Museum von März bis August einer Künstlerin oder einem Künstler die Möglichkeit, sich während einer Residenz mit der folgenden Frage zu beschäftigen: «Inwiefern betrifft die humanitäre Arbeit uns alle, hier und jetzt?» Die Residenz richtet sich an Kunstschaffende, die ihre Ausbildung an der Genfer Kunst- und Design-Hochschule HEAD – Genève (Haute école d’art et de design) absolviert haben, in der Welthauptstadt der humanitären Hilfe. Den Rahmen bildet der Prix Art Humanité, ein Preis, der die Verbindungen zwischen Kunst und humanitärer Arbeit erforscht.

Während seiner Künstlerresidenz lädt Marc-Arthur Sohna Sie alle ein, sich an einem kollektiven Projekt zu beteiligen. Das Vorhaben inspiriert sich an Eshu, der Gottheit der Kreuzungen und Entscheidungen der Yoruba – eine verbindende Figur, die die individuellen Hoffnungen in eine kollektive Kraft verwandelt. Sie können an der Erstellung und Dekoration von Amuletten aus Keramik mitwirken, die Hoffnungen, Wünsche oder persönliche Absichten in sich tragen. Das Projekt wird ergänzt durch Gelegenheiten zum gemeinsamen Zuhören und Austauschen über Erzählungen, die an die Kraft kollektiver Gesten erinnern. Am Ende der Residenzzeit werden die vom Publikum geschaffenen Amulette im Rahmen einer Tanz-Performance mit einer ritualisierten Choreografie zusammengeführt.

Mit diesem partizipativen Ansatz erforscht der Künstler, wie geteilte Erzählungen und Gesten eine gemeinschaftliche Energie entstehen lassen und neue Möglichkeiten eröffnen können. Damit will er den Menschen neue Hoffnung angesichts der heutigen Krisen schenken und alle zum Handeln ermutigen.

Über den Künstler

Marc-Arthur Sohna

Der Gewinner des 11. Prix Art Humanitéist ein französisch-kamerunischer Designer und Künstler, der unter anderem über ein Diplom der HEAD – Genève verfügt.

Als Inspirationsquelle für die Werke von Marc-Arthur Sohna dienen afrikanische Mythen und Märchen, die der Künstler mit Science Fiction und Volkskunst verbindet, um alternative Welten zu erschaffen. Mittels Installationen und Performances inszeniert er Figuren aus anderen Welten, die zu Trägern neuartiger Erzählungen werden.

Indem er die Mythen aus einem postkolonialen Ansatz heraus neu betrachtet, hinterfragt Marc-Arthur Sohna unsere Gegenwart und den Platz der ausgegrenzten Identitäten. Für ihn stellt das Geschichtenerzählen eine wirkungsvolle Handlung dar: ein Mittel, um Widerstand zu leisten, sich andere Zukunftsszenarien auszudenken und denjenigen wieder eine Stimme zu geben, die zum Schweigen gebracht wurden.

Partners

Praktische Informationen

Datum und Uhrzeit

Geöffnet von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr.

Jeden Donnerstag bis 20 Uhr geöffnet.

Montags, am 24., 25. und 31. Dezember sowie am 1. Januar geschlossen.

Preis

Der Zugang zur Künstlerresidenz ist kostenlos

Gut zu wissen

Marc-Arthur Sohna wird dienstags und donnerstags anwesend sein. Das Aktivitätenprogramm folgt in Kürze.

Bildern Der Künstlerresidenz

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