Wechselausstellung
Mapping My Way to drifter memories
19.03.2026 18:00-19:30
Im Rahmen der Ausstellung Angelica Serech organisiert das Museum „Mapping My Way To…“, eine Reihe performativer Veranstaltungen, die die im Ausstellungsprojekt angelegten Reflexionen zu Identität, Erinnerung, Zugehörigkeitsgefühl, Körper und Geografien erweitern und vertiefen.
Die erste Veranstaltung, Mapping My Way To Borderless Echoes, umfasste eine Lecture-Performance von Ishita Chakraborty sowie eine Klangperformance von Nina Emge. Dabei wurden reale wie imaginäre Beziehungen zwischen der Schweiz, Indien und Brasilien ausgelotet – eine Reise entlang der Nord-Süd-Verhältnisse, zugleich aber auch ein Ausdruck des Wunsches nach Intimität und Verbundenheit durch Klang und Stimme.
Für diese zweite Ausgabe lädt Mapping My Way To Drifted Memories die Künstlerinnen Marina Skalova, Ixchel Mendoza Hernández und Hyewon Suk ein, die Verbindungen zwischen Körper und Erinnerung, Nähe und Wechselbeziehungen weiter zu erforschen und zu vertiefen.
Der Abend beginnt mit einer Lesung von Marina Skalova, die eine Auswahl von Texten über den Körper präsentiert, in denen sich verschiedene sprachliche und generationelle Ebenen überlagern. Nach einer kurzen Pause folgt eine Solo-Performance von Ixchel Mendoza Hernández, begleitet von Hyewon Suk. Ixchels Arbeit ist tief im Konzept des „visual ghost“ verwurzelt – einer langfristigen Auseinandersetzung mit dem Zusammenspiel von Wahrnehmung und innerer Virtualität. In ihrer choreografischen Praxis untersucht sie, wie wir unsere Wahrnehmungsrealitäten rekonstruieren und neu gestalten können.
TicketsProgramm:
- 18:00 : Türöffnung
- 18:15 : Einführung durch Elisa Rusca, Kuratorin
- 18:30 : Lesungsperformance auf Französisch mit Marina Skalova, anschließend Gespräch mit dem Publikum
- 19:00 : Choreografische Performance mit Ixchel Mendoza Hernández und Hyewon Suk, anschließend Gespräch mit dem Publikum
Über die Künstlerinnen
Marina Skalova
Marina Skalova ist Schriftstellerin und literarische Übersetzerin. Für ihren Gedichtband Atemnot (Shortness of Breath), erschienen 2016 bei Cheyne und 2023 bei Héros-Limite neu aufgelegt, wurde sie mit dem Prix de la Vocation in der Kategorie Lyrik ausgezeichnet. Darüber hinaus veröffentlichte sie das poetisch-essayistische Werk Exploration du flux (Seuil, „Fiction & Cie“, 2018), das Theaterstück La chute des comètes et des cosmonautes (l’Arche, 2019) sowie Silences d’exils in Zusammenarbeit mit der Fotografin Nadège Abadie (2020). In ihrem Schreiben untersucht sie immer wieder die Verbindungen zwischen Körper und Politik sowie zwischen intimen und geografischen Räumen. Nach intiment (3. Person Plural), erschienen 2024 bei Les Lisières, wurde im August 2025 ihr jüngster Gedichtband le corps cille veröffentlicht, verfasst auf Französisch, Deutsch und in einem verfremdeten Russisch (Héros-Limite). Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Ländern aufgeführt und in mehrere Sprachen übersetzt, unter anderem in Argentinien, Brasilien und Mexiko.
Ihr Werk wurde mehrfach ausgezeichnet und gefördert, zuletzt durch ein Recherche- und Kreationsstipendium des Kantons Genf sowie durch Pro Helvetia. Sie war unter anderem Stipendiatin der Fondation Jan Michalski, der Maison Julien Gracq, der Résidence La Marelle in Marseille, der Friederike-Mayröcker-Residency in Wien sowie, mit Unterstützung der Landis + Gyr Stiftung, in den baltischen Ländern.
Ixchel Mendoza Hernández
Ixchel Mendoza Hernández ist eine mexikanische Choreografin, Performerin und Tänzerin mit Sitz in Berlin. Sie absolvierte ihr Studium in Choreografie und Tanz an der ArtEZ University of the Arts (Arnhem) und war Teilnehmerin des Masterstudiengangs SoDA (Solo/Dance/Authorship) am HZT Berlin.
Ihre künstlerische Praxis entfaltet sich in der langfristigen Erforschung des „Visual Ghost“, einer konzeptuellen Auseinandersetzung mit Wahrnehmung, innerer Virtualität und der feinen Grenze zwischen dem Wahrgenommenen und dem Unsichtbaren. In ihrer choreografischen Arbeit untersucht sie, wie Wirklichkeiten durch den Körper hervorgebracht, erfahren und fortlaufend neu geformt werden.
Sie arbeitete mit Susanne Kennedy und Markus Selg an der Neuinszenierung von Einstein on the Beach (Berliner Festspiele, 2022). Zu ihren jüngsten Arbeiten zählen THE MULTIPLICITY OF THE OTHER (Tanzfabrik Berlin), The Infinite Gesture (Radialsystem) sowie A Scenario Of A System Off (Radialsystem), gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.
Hyewon Suk
Hyewon Suk ist Komponistin und Klangkünstlerin mit Sitz in Berlin und Seoul. Nach einem Studium der klassischen Komposition und einem Master in Sound Studies an der Universität der Künste Berlin umfasst ihr Schaffen Klanginstallationen, audiovisuellen Performances sowie Kollaborationen in Film, Theater und Tanz.
Praktische Informationen
Donnerstag, 19. März 2026
Von 18:00 bis 19:30 Uhr
Preis für Erwachsene: CHF 15
Ermäßigter Preis: CHF 10
Die Performances finden im Ausstellungsraum statt.
Die Gespräche mit den Künstlern werden auf Englisch und Französisch geführt.
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